Gemeinschaftspraxis Institut für Pathologie am St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind
PD Dr. med. S. Eidt und Dr. med. R. Hake · Werthmannstr. 1 · 50935 Köln · 0221 4677-1901

Die Funktion des Pathologen

  • Oft werden erst im Mikroskop Krankheiten sichtbar, da sich auf Zell- und Gewebeebene kleinste, noch nicht makroskopisch erkennbare Veränderungen und frühe Krankheitsstadien zeigen. Ein Beispiel für die Früherkennung durchs Mikroskop ist der gynäkologische Routineabstrich – Millionen Frauen konnte durch diese Maßnahme rechtzeitig geholfen werden.
  • Der pathologische Befund ist für den einsendenden Facharzt, gleich ob es sich um einen Zahnarzt, einen Internisten, einen Hautarzt oder einen anderen Spezialisten handelt, Basis für das Treffen einer therapeutischen Entscheidung. Er beantwortet Fragen nach der Ursache von Symptomen und der Klassifikation von Erkrankungen.
  • Der Pathologe ist für den spezialisierten Facharzt bzw. für den Kliniker ein Instrument der Qualitätssicherung und für den Patienten ein Bewahrer seiner Lebensqualität. So können zum Beispiel mit Hilfe der Schnellschnittdiagnostik mehrere chirurgische Maßnahmen während einer Operation durchgeführt werden. Auf diese Weise kann die hohe Belastung des Körpers durch mehrmalige Eingriffe vermieden werden. Insbesondere in der Brustkrebstherapie hat die intraoperative Schnellschnittdiagnostik zu einer Verbesserung der Lebensqualität geführt, da durch sie exakt bestimmt werden kann wie tief und wie viel Gewebe der Chirurg entnehmen muss. Nur so ist eine brusterhaltende Therapie für Brustkrebspatientinnen möglich geworden.
  • So spezialisiert der Pathologe bezüglich seiner Methoden auch sein mag ist er doch der gesamten Medizin verpflichtet. Die Kombination aus einer hochspezialisierten Labor- und Diagnosetätigkeit unter dem Mikroskop einerseits und dem umfassenden Gebiet der Krankheitslehre andererseits prädestiniert ihn für Forschungs- und Lehraufgaben.
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